Diese Nachbarschaftstreffen sind schrecklich nervig. Meist werden sie unter der Woche einberufen, zu einer Zeit, wo jeder von der Arbeit zurück ist, um sicher zu stellen, dass Alle teilnehmen können.
Genau dann, wenn man sich eigentlich nur die Schuhe endlich ausziehen will und aufs Sofa liegen. Aber daraus wird nichts, alle Eigentümer einer Immobilie, die in einer Wohnungseigentümergemeinschaft leben, müssen an diesen Versammlungen teilnehmen.
Auf diesen Versammlungen werden interessante und wichtige Entscheidungen getroffen, die das Gebäude in dem du wohnst betrifft. Auch wenn sie manchmal langweilig sind, enden die meisten mit einer großen Überraschung, beispielsweise in Form eines erhöhten Hausgeldes oder einer unerwarteten Sonderumlage.
Das Leben in einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) hat seine Vorteile, aber auch seine Nachteile.
Heute, in diesem Artikel von ShBarcelona, möchten wir euch einige Punkte erläutern, um diese Nachbarschaftsversammlungen, die uns immer viel Freude bringen, heil zu überstehen.
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Nachbarschaftstreffen: Hier kann niemand leben!
In Spanien läuft seit einigen Jahren die Serie “Aquí no hay quien viva” (Hier kann sicher niemand leben). In dieser Serie geht es um eine Gruppe von Menschen, die zusammen in einem Gebäude leben und die seltsamsten Situationen erleben.
Und obwohl es in der Serie manchmal etwas übertrieben dargestellt wird, erlebt man im wirklichen Leben Situationen, die einem völlig surrealistisch erscheinen können.
Das Zusammenleben in einer Nachbarschaftsgemeinschaft ist nicht einfach und es kann immer wieder zu Konflikten kommen, die häufig zu dramatisch-komischen Szenarien führen.
Zu deiner Information: An den Versammlungen nehmen nur die Eigentümer einer Immobilie des Gebäudes teil.
Personen, die als Mieter in der Wohnung leben, sind weder dazu verpflichtet an den Treffen teilzunehmen, noch sollten sie mit Sonderumlagen oder anderen Kosten, die sich aus der WEG ergeben könnten, konfrontiert werden.
Folgend, eine Liste mit den Themen, die in den regelmäßigen Nachbarschaftsversammlungen, welche meist einmal im Jahr stattfinden, behandelt und diskutiert werden:
- Ernennung oder Ersetzung des Präsidenten, Sekretärs und Verwalters
- Klärung von Reklamationen, die von Eigentümern, Unternehmen oder anderen Besitzern eingereicht wurden
- Genehmigung der Jahresabrechnung und klare Vorlage der vorjährigen Abrechnungen
- Genehmigung des Jahresbudgets, oder Aufwertungen an der Immobilie, also Sonderumlagen, um Probleme zu lösen
- Genehmigung oder Änderung der Hausordnung
- Regelung des Betriebs und der Nutzung der Gemeinschaftszonen
- Allgemeine Bitten oder Fragen
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Aufgrund verschiedener Vorfälle in der Wohneigentümergemeinschaft, können auch außerordentliche Versammlungen notwendig sein und einberufen werden. Ist das der Fall, solltest du folgendes beachten:
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Außerordentliche Versammlungen sollten allen Nachbarn rechtzeitig mitgeteilt werden, damit alle teilnehmen können.
- Im Falle eines Eigentümers, der außerhalb der WEG residiert, jedoch im selben Land (Spanien), muss dieser über die einberufene Versammlung informierte werden, um teilnehmen zu können, da das Gesetz vorsieht, dass diese Eigentümer benachrichtigt werden müssen, wenn Informationen von Interesse für sie diskutiert werden.
- Es besteht die Möglichkeit, eine außerordentliche Versammlung von einem Tag auf den anderen einzuberufen, solange alle Eigentümer rechtzeitig benachrichtigt werden können.
- Wenn nicht alle Eigentümer ordnungsgemäß über die Versammlung informiert werden, wäre das ein Rechtsverstoß mit der Möglichkeit, den Vorstand wegen der Nichteinhaltung des Gesetzes gerichtlich anzufechten.
Nimmst du an Nachbarschaftsversammlungen teil? Welchen Ratschlag kannst du uns geben?